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Autounfall mit einem Tier / Incidente stradale con un animale

Bild: www.hersfelder-zeitung.de

Wie verhalte ich mich richtig bei einem Autounfall mit einem Tier?

 

Rennt einem ein Tier (ob Haustier oder Wildtier) vors Auto kann man nicht mehr immer rechtzeitig bremsen oder ausweichen. Deswegen ist es gut, wenn man die wichtigsten Verhaltensregeln kennt. So kann in der stressvollen Situation schnell und richtig gehandelt werden - dies kann den beteiligten Verletzten viel Leid ersparen und eventuell den Tod verhindern.

 

Wird ein Haustier (Hund, Katze - aber auch Pferd oder Nutztier) angefahren müsste wie folgt vorgegangen werden:

  • Der Fahrzeuglenker sollte dem Tier sofort helfen - dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da viele Tiere durch Schmerzen auch aggressiv reagieren können und eventuell den Helfer verletzen könnten. Am besten hilft man einem verletzten Tier, wenn man es unverzüglich zu einem Tierarzt bringt oder einen Tierrettungsdienst (sofern in der Region vorhanden) alarmiert. Muss ein Notfalltierarzt zur Unfallstelle kommen, muss diese gesichert werden.
  • Zudem kann es helfen, das Tier mit einer Decke zuzudecken, damit es im Schock nicht in Panik gerät und versucht davonzulaufen. Wenn möglich, kann das Tier zur Sicherung auch angebunden werden (Hund -> Vorsicht beisst eventuell / Pferd/Grosstier -> Vorsicht vor Tritten).
  • Der Unfallverursacher hat den Unfall unverzüglich zu melden, wenn möglich beim Eigentümer des Tieres. Da dieser jedoch häufig nicht bekannt ist, muss die Polizei (Telefonnummer: 117) informiert werden. Das Melden ist gesetzlich vorgeschrieben. Wer sich nicht daran hält, macht sich strafbar (Strassenverkehrsrecht)! Zudem kann dem verletzten Tier oft nicht geholfen werden, wenn der Vorfall nicht gemeldet wird. Fährt man also nach einem Unfall einfach weiter, ist das Tier unnötig längerem Leiden und Schmerzen ausgesetzt, weshalb es für den Unfallverursacher auch noch zu einem Verfahren wegen Tierquälerei durch Unterlassen kommen kann.

Der Besitzer des verletzten oder getöteten Tieres hat Anspruch auf Schadenersatz, da Heimtiere Privateigentum sind. Rechtlich sind Tiere zwar keine Sache, doch sie gehören zum Vermögen des Eigentümers.

Ist man nicht der Unfallverursacher sondern “nur” Zeuge eines Unfalls, hat man bei einem verletzten Tier keine Gesetzespflichten. Wer an einem bereits verletzten Tier am Strassenrand vorbei fährt ohne ihm zu helfen, bleibt also straffrei. Aus tierschutztechnischen und ethischen Gründen sollte man jedoch auch als Zeuge unbedingt dem verletzten Tier helfen. Kann man aus Zeitgründen nicht helfen, oder man ist sich unsicher, wie mit dem verletzten Tier umzugehen ist, sollte die Polizei oder gleich der Tierrettungsdienst verständigt werden.

Derjenige, der das Tier zum Tierarzt bringt, ist grundsätzlich der Auftraggeber und muss deshalb für die Kosten der Erstbehandlung aufkommen. Wird im Laufe der Behandlung der Tierhalter ausfindig gemacht, können die Kosten auf diesen übertragen werden: Es kann eine Schadenersatzforderung (auch vom Unfallverursacher) an den Besitzer gestellt werden. Da diese Regelung jedoch viele Menschen vor dem Hilfeleisten zurückschrecken lässt, übernehmen viele Tierärzte die Erstversorgung nach einem Unfall (teils werden sie dafür durch einen Fond der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) für Findeltiere entschädigt).

Auch beim auffinden eines getöteten Tieres am Strassenrand sollte der Eigentümer oder allenfalls die Polizei kontaktiert werden. Durch das ablesen eines Mikrochips oder das erstellen einer Fundmeldung bei der Schweizerischen Tiermeldezentrale (STMZ) können die Chancen erhöht werden, den Besitzer schnell ausfindig zu machen.

 

 

Bei einem Wildunfall sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Das Strassenverkehrsgesetz verpflichtet alle Verkehrsteilnehmer, ihre Geschwindigkeit den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen anzupassen. Werden also Wildtiere am Strassenrand entdeckt, muss die Geschwindigkeit unverzüglich gedrosselt werden. Man muss damit rechnen, dass die Tiere plötzlich die Strasse betreten und es gilt deshalb erhöhte Bremsbereitschaft. Befinden sich ein oder mehrere Tiere bereits auf der Fahrbahn, sollte man hupen und sofort auf Abblendlicht umstellen, damit die Tiere nicht geblendet werden und weiterlaufen. Ausserdem sollten die Warnblinker gesetzt werden und wenn möglich das Fahrzeug anhalten. Denn bei Wildtieren folgen einem ersten Tier oft noch weitere.
  • Das plötzliche Auftreten eines Menschen oder eines Tieres auf der Fahrbahn stellt eine Notfallsituation dar, weshalb ein brüskes Abbremsen erlaubt ist. Kommt es dadurch zu einer Auffahrkollision, ist der Schaden vom auffahrenden Fahrzeuglenker zu tragen.
  • Kommt es zu einer Kollision mit einem Tier ist der unfallverursachende Fahrzeuglenker laut Strassenverkehrsgesetz verpflichtet sofort anzuhalten und die Unfallstelle zu sichern (Pannendreieck, Warnblinker). Anschliessend muss unverzüglich der Wildhüter, bzw. der Jagdaufseher angerufen werden. Ist dieser nicht bekannt, muss man die Polizei benachrichtigen (Telefonnummer: 117), welche dann die erforderlichen Spezialisten aufbietet.
  • Ist das Tier bereits tot sollte man es von der Strasse entfernen, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu behindern. Ist das Tier hingegen noch am leben, sollte man sich ihm auf keinen Fall nähern. Bei Wildtieren löst menschliche Nähe genauso viel Stress und Angst aus, wie der Unfall selber.
  • Der Unfall muss auch dann gemeldet werden, wenn das Tier nach der Kollision flieht. Um dem verletzten Tier tagelanges Leiden zu ersparen, sollte die Unfallstelle markiert werden, damit der Wildhüter/Jäger schnell mit einem Schweisshund nach dem verletzten Wildtier suchen kann.

Bei einem durch eine Kollision getöteten Wildtier hat der Unfallverursacher mit keiner Bestrafung zu rechnen - sofern er den Vorfall unverzüglich meldet.

Wer hingegen einfach weiterfährt macht sich laut Strassenverkehrsgesetz des Unterlassens einer Unfallmeldung strafbar und wird eine Busse bezahlen müssen (bis zu 10’000 Franken möglich). Wird das Tier zudem durch die Kollision verletzt und stirbt eventuell später an den Folgen, muss zusätzlich mit einem Verfahren wegen Tierquälerei gerechnet werden, weil unnötiges Leiden des Tieres in Kauf genommen wurde.

Mit einer Schadenersatzforderung muss man bei einem Wildtierunfall (sofern das Tier sich nicht in Privatbesitz befindet) nicht gerechnet werden.

Verboten ist jedoch ein verletztes oder totes Wildtier nach einem Unfall einfach mitzunehmen, um es zu Hause gesund zu pflegen oder für den privaten Verzehr zu gebrauchen.

 

Bezüglich des Schadens am Fahrzeug:

  • Motorfahrzeugversicherungen übernehmen einen bei einem Tierunfall entstandenen Schaden nur, wenn dieser korrekt gemeldet wurde!
  • Das heisst, das Unfallprotokoll muss unbedingt noch vor Ort erstellt werden, indem man den Hergang der Kollision so genau wie möglich schildert. Das Protokoll, sowie eine Skizze des Unfallorts und allfällige Fotos und/oder Zeugenaussagen sind vom Wildhüter oder der Polizei unterzeichnen zu lassen.

Quelle: Heft “Welt der Tiere” (Ausgabe 4/18) - Artikel verfasst von der “Stiftung für  das Tier im Recht (TIR)”

Come mi comporto correttamente nel caso di un incidente con un animale?

 

Se un animale (domestico o selvatico) corre in strada non sempre si riesce a frenare o scansare in tempo. Per questo è utile sapere i punti più importanti su come comportarsi. Così si può agire velocemente in modo corretto anche nella situazione stressante - questo può evitare sofferenze ed eventualmente anche la morte dei feriti.

 

Se viene investito un animale domestico (cane, gatto - ma anche cavallo o animale da reddito) si dovrebbe proseguire nel modo seguente:

  • Il conducente dovrebbe aiutare l’animale immediatamente - però bisogna prestare attenzione, perché molti animali reagiscono in modo aggressivo a causa del dolore e potrebbero ferire così chi vuole aiutarli. Il modo migliore per aiutare è portare l’animale direttamente da un veterinario o chiamare un servizio di soccorso per animali (se presente nella regione). Se si deve aspettare un veterinario d’emergenza il luogo dell’incidente deve essere reso sicuro. 
  • In più può aiutare coprire l’animale con una coperta così da evitare che corri via nel panico. Se fattibile si può anche legare l’animale (cane -> attenzione ai morsi / cavallo/animali grandi -> attenzione ai calci).
  • L’autore dell’incidente deve segnalarlo immediatamente, se possibile presso il proprietario dell’animale. Visto che il proprietario spesso non lo si conosce deve essere informata la polizia (numero di telefono: 117). Il segnalamento è prescritto dalla legge. Chi non si attiene commette un reato (Legge federale sulla circolazione stradale)! In più non si può aiutare l’animale ferito se l’incidente non viene segnalato. Se quindi l’autore prosegue dopo l’incidente senza fermarsi, potrebbe essere accusato di maltrattamento d’animali per trascuratezza, visto che l’animale è stato esposto inutilmente più a lungo a sofferenze e dolori.

Il proprietario dell’animale ferito o ucciso può chiedere i danni dato che animali domestici sono proprietà privata. Giuridicamente animali non sono oggetti, ma fanno parte del patrimonio del proprietario.

Se non si è l’autore dell’incidente, ma “solo” testimone non si hanno doveri nei confronti dell’animale. Quindi chi passa vicino ad un animale ferito senza aiutare rimane senza conseguenze giuridiche. Dal punto di vista della protezione degli animali e etico si dovrebbe comunque aiutare. Se non si ha il tempo per aiutare o non si sa come comportarsi con un animale ferito si dovrebbe chiamare la polizia o direttamente un servizio di soccorso per animali.

Colui che porta l’animale presso il veterinario fondamentalmente è il committente e deve assumersi le spese per il primo trattamento. Se durante il trattamento viene trovato il proprietario dell’animale, le spese possono essere trasmesse su questo: si può far valere il diritto al risarcimento dei danni (anche dall’autore/-trice dell’incidente) nei confronti del proprietario. Visto che questa regolazione scoraggia molti dall’aiutare, tanti veterinari si assumono le spese del primo trattamento dopo un incidente (in parte vengono risarciti tramite un fondo della Società delle Veterinarie e dei Veterinari Svizzeri).

Anche nel caso che venga trovato un animale morto sul bordo della strada dovrebbe essere contattato il proprietario o la polizia. Tramite la rilevazione di un microchip o un annuncio presso la Centrale svizzera animali smarriti (STMZ) si possono aumentare le possibilità di trovare velocemente il proprietario. 

 

 

Nel caso di un incidente con un animale selvatico sono questi i punti da osservare:

  • La Legge federale sulla circolazione stradale impegna tutti gli utenti della strada di adattare la propria velocità alle condizioni stradali, del traffico e della vista. Se quindi vengono avvistati degli animali nelle vicinanze della strada si deve rallentare immediatamente. Ci si deve aspettare che gli animali entrino in strada all’improvviso e per questo bisogna sempre essere pronti a frenare. Se uno o più animali sono già sulla strada si dovrebbe suonare il clacson e cambiare su luce anabbagliante, di modo che gli animali non vengano abbagliati e camminino avanti. In più si dovrebbero attivare i lampeggiatori d’emergenza e se possibile fermarsi. Spesso al primo animale ne seguono altri.
  • L’improvvisa apparizione di una persona o di un animale sulla carreggiata rappresenta una situazione d’emergenza, quindi è permesso frenare bruscamente. Se a causa della frenata brusca succede un tamponamento, è il conducente della macchina dietro che deve assumersi la colpa.
  • Se si verifica una collisione con un animale il conducente dell’automobile è tenuto a fermarsi all’istante e rendere sicuro il luogo dell’incidente (triangolo, lampeggiatori d’emergenza). Di seguito si deve chiamare immediatamente il guardiano della selvaggina, rispettivamente il guardiacaccia. Se non lo si conosce bisogna informare la polizia (numero di telefono: 117) che chiamerà poi i specialisti necessari. 
  • In caso che l’animale sia già morto lo si dovrebbe togliere dalla strada per non ostacolare altri utenti della strada. Se invece è ancora vivo non ci si dovrebbe avvicinare in nessun caso. Per animali selvatici avere nelle vicinanze delle persone è altrettanto stressante come l’incidente stesso.
  • L’incidente deve anche essere segnalato se l’animale fugge dopo la collisione. Per risparmiare sofferenze per giorni si può contrassegnare il luogo dell’incidente, di modo che il guardiano della selvaggina/cacciatore possa cercare velocemente l’animale ferito con il cane da ricerca.

Nel caso di un animale selvatico ucciso tramite una collisione l’autore dell’incidente non deve temere alcuna punizione - affinché segnali l’accaduto immediatamente.

Chi invece prosegue il proprio viaggio incorre il reato del tralasciare la segnalazione di un incidente e dovrà pagare una multa (fino a 10’000 franchi). Si rischia pure un processo per maltrattamento di animali perché si hanno preso in conto sofferenze inutili per l’animale, se l’animale è rimasto ferito e magari muore solo più tardi a causa dell’incidente.

Non ci si deve aspettare alcun risarcimento dei danni nel caso di un incidente con selvaggina (a meno che l’animale sia in proprietà privata). 

È però proibito prendere a casa un animale selvatico ferito o morto, per curarlo o per la consumazione privata.

 

A proposito del danno alla macchina:

  • Assicurazioni di autoveicoli pagano nel caso di un incidente con animali soltanto se l’incidente è stato segnalato correttamente!
  • Ciò significa che il verbale dell’incidente deve essere compilato ancora sul luogo dell’accaduto descrivendo il più esatto possibile tutto lo svolgimento della collisione. Il verbale, uno schizzo del luogo dell’incidente e eventuali foto e/o deposizioni di testimoni devono essere firmati dal guardiano della selvaggina o dalla polizia.

Fonte: “Welt der Tiere” (edizione 4/18) - articolo scritto da “Stiftung für das Tier im Recht (TIR)”


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